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Vollnarkose beim Zahnarzt

Zahnbehandlungen unter Allgemeinanästhesie bei Angstpatienten und in besonderen Fällen im Raum Berlin

Autor: ElkeZiegerahn
letzte Aktualisierung: 30.06.2020


Eine Vollnarkose bei einem Zahnarzt ist in einigen Fällen nicht nur sinnvoll, sondern oft die einzige Möglichkeit eine Zahnbehandlung durchzuführen. Wichtig sind eine hohe Behandlungsqualität und eine gute Planung durch den Zahnarzt, um möglichst in einer einzigen Sitzung unter Vollnarkose alles zu erledigen.Unsere spezialisierte Zahnarztpraxis bei Berlin bietet verschiedene Vollnarkosen an und verfügt über ein eigenes Anästhesisten-Team.

 

Was ist eine Vollnarkose?

Eine Vollnarkose, auch Allgemeinanästhesie genannt,  führt eine Art künstlichen Tiefschlaf herbei. Dabei werden das Bewusstsein und das Schmerzempfinden des Patienten komplett ausgeschaltet. Die Vollnarkose wird von einem Anästhesisten durch verschiedene, kombinierte Medikamente herbeigeführt und durchgängig überwacht. Sie ermöglicht medizinische Operationen, ohne dass der Patient irgendetwas davon mitbekommt oder Schmerzen verspürt. Auch der Zahnarzt kann Zahnbehandlungen unter Vollnarkose durchführen.

 

Wann ist eine Vollnarkose beim Zahnarzt sinnvoll?

Laut Umfragen haben bis zu 35% aller Patienten Angst vor dem Zahnarzt und bis zu 15% sogar eine Dentalphobie. Letztere macht oftmals eine normale Zahnarztbehandlung nahezu unmöglich. Es gibt aber noch viele weitere Fälle, in denen eine Zahnbehandlung unter Vollnarkose großen Sinn macht – zum Beispiel bei komplexen Eingriffen, der Extraktion von mehreren Weisheitszähnen oder bestimmten Allergien.

 

Konkrete Anwendungsfälle

Bei einem Zahnarzt gibt es verschiedene, konkrete Anwendungsfälle für eine Zahnbehandlung unter Vollnarkose:

  • Angstpatienten bzw. Patienten mit einer ausgeprägten Zahnarztphobie
  • Menschen mit einer geistigen Behinderung, bei denen eine mangelnde Kooperationsbereitschaft zu einer Zahnbehandlung besteht.
  • Umfangreiche, komplexe Eingriffe – speziell in nur einer Sitzung
  • Entfernungen von Weisheitszähnen
  • Behandlung von größeren Abszessen in der Mundhöhle
  • Kinder, die eine Zahnbehandlung verweigern oder kleine Kinder
  • Patienten mit Bewegungsstörungen (z. B. nicht stillhalten können) oder Würgereflexen
  • Allergische Unverträglichkeit von Lokalanästhesien
  • Serienextraktionen
  • Weitreichende Implantationen oder Explantationen

Hinzu kommen Patienten, die ohne besonderen Grund eine Zahnarztbehandlung im Raum Berlin unter Vollnarkose wünschen – einfach weil sie davon nichts mitbekommen möchten.

 

Arten der Vollnarkose

Grundsätzlich gibt es heute 3 verschiedene Arten einer Vollnarkose:

  1. Bei der reinen Inhalationsnarkose werden die Narkosemedikamente über eine Maske eingeatmet, sprich rein über die Lunge aufgenommen. Diese Form der Vollnarkose wird heute nur noch in bestimmten Fällen gewählt.
  2. Die häufigste Vollnarkose ist die balancierte Anästhesie. Hierbei werden Wirkstoffe gezielt kombiniert inhalativ (Inhalationsanästhetikum) und per Injektion in die Vene verabreicht (Injektionsanästhetikum). Man kann diese Narkose auch zuerst nur über eine Atemmaske einleiten, und erst im Schlafzustand die Kanüle setzen. Dieses Vorgehen wird zum Beispiel gerne bei Kindern gewählt, die Angst vor Spritzen haben.
  3. Bei der total intravenösen Anästhesie (TIVA) werden alle Narkosemedikationen rein intravenös verabreicht. Sie stellt die modernste Form der Vollnarkose dar und zeichnet sich durch ein schnelles Aufwachen, die geringstmöglichen Nebenwirkungen und eine deutlich verkürzte Regenerationszeit aus.

Jede dieser Vollnarkosen hat Vor- und Nachteile. Welche dieser Allgemeinanästhesien zum Einsatz kommt muss immer im Einzelfall entschieden werden. Selbstverständlich werden dabei auch die Wünsche des Patienten berücksichtigt. Unsere Zahnarzpraxis im Großraum Berlin berät Sie hierzu gerne ausführlich.

 

Beatmung

Bei jeder Vollnarkose „schläft“ der Patient derart tief, dass eine künstliche Beatmung durchgeführt werden muss. Bei kurzen Vollnarkosen reicht eigentlich eine Beatmungsmaske, bei längeren Eingriffen ist eine Intubation erforderlich. Beides ist heute Standard.

 

Ablauf einer Allgemeinanästhesie

Der Ablauf einer Vollnarkose beim Zahnarzt gliedert sich in vier Phasen: Das Anästhesie-Vorgespräch, das Einschlafen, die Aufrechterhaltung und das Aufwachen.

Anästhesie-Vorgespräch

Vor jeder Vollnarkose findet immer ein Anästhesie-Vorgespräch mit einem Anästhesisten statt. Hierbei geht es um den Ausschluss von Risiken und die Wahl der richtigen Medikation und der Art der Vollnarkose. Dosis und Zusammensetzung der Anästhetika werden individuell bestimmt, abhängig von Geschlecht, Alter, Vorerkrankungen, Konstitution, Allergien und dem Lebensstil. In besonderen Fällen wird der Anästhesist zur Sicherheit auch ein Blutbild oder ein EKG verlangen. Das Anästhesie-Vorgespräch ist äußerst wichtig und Patienten sollten im eigenen Interesse sämtliche Fragen des Anästhesisten wahrheitsgemäß beantworten.

Die Einschlafphase

Zu Beginn der Einschlafphase wird oft zunächst ein Beruhigungsmittel bzw. ein angstlösendes Medikament verabreicht (auch Prämedikation genannt). Für diese Art der Vorab-Entspannung sind vor allem für Angstpatienten meist dankbar. Die eigentliche Vollnarkose wird dann durch ein starkes Schlafmittel eingeleitet. Und das ist dann auch schon das letzte was der Patient mitbekommt.  Im nächsten Schritt folgt die Gabe eines starken Schmerzmittels und teilweise eines Präparats zur Muskelentspannung (Muskel-Relaxans).

Die Erhaltungsphase

Während der Zahnarzt die Zahnbehandlung durchführt wird der Patient künstlich beatmet. Zudem überwacht der Anästhesist sämtliche Vitalparameter sekundengenau und achtet auf die richtige „Schlaftiefe“, indem bestimmte Narkosemittel immer wieder genau dosiert zugeführt werden.

Das Aufwachen

Nach Abschluss der Zahnbehandlung werden die Anästhetika reduziert, wodurch der Patient einige Zeit später bequem im Aufwachraum wach wird. Die Behandlung ist beendet und der Behandelte kann sich, wie nach einem Tiefschlaf, an nichts erinnern. Nach kurzer Ruhezeit kann der Patient in Begleitung nach Hause.

 

Vollnarkose heute beim Zahnarzt: Risiken & Nebenwirkungen

Gewichtige Risiken einer Vollnarkose beim Zahnarzt sind bei einem gesunden Menschen extrem gering. Denn die Allgemeinnarkose kann heute als sicheres Verfahren bezeichnet werden. Diesbezügliche Zweifel sind durch millionenfache Nachweise unbegründet. Im hohen Alter und bei bestimmten Krankheitsbildern kann das Risiko erhöht sein. Diese Ausnahmefälle werden aber vorher durch einen Anästhesisten in einem Anästhesie-Vorgespräch genau abgeklärt.

Übelkeit nach dem Aufwachen oder sogar Erbrechen (PONV = postoperative nausea and vomiting) waren früher in Zeiten der klassischen „Gasnarkose“ häufige Nebenwirkungen einer Vollnarkose. Diese sind aber heute äußerst selten, da die Narkotika massiv verbessert wurden und zumindest teilweise venös injiziert werden. Bei TIVA-Vollnarkosen tauchen diese Nebenwirkungen faktisch überhaupt nicht mehr auf. Sollten diese Symptome dennoch auftreten sind diese in der Regel durch Medikamente sehr gut beherrschbar.

Ebenso sind nach dem Aufwachen Müdigkeit, Schwäche, Benommenheit oder Schwindel möglich. Diese Symptome, sofern sie überhaupt auftauchen, verschwinden aber innerhalb von 24 Stunden – bei TIVA-Vollnarkosen deutlich schneller.

Ein weiteres sehr geringes Risiko ist die sog. Aspiration, die Gefahr dass Mageninhalte in die Luftröhre gelangen. Dieses Risiko ist allerdings beim Zahnarzt noch einmal deutlich reduziert, da die Zahnbehandlung ausreichend geplant wird, und der Patient somit sicher mit nüchternem Magen erscheint. Auch der Einsatz einer Larynxmaske senkt dieses Risiko.

Das Auftreten von Zahnschäden durch die Intubation ist ebenfalls ein Risiko bei einer Vollnarkose. Gerade aber bei einer Vollnarkose bei einem Zahnarzt kann auch dieses faktisch ausgeschaltet werden.

In sehr seltenen Fällen kommt es zu allergischen Reaktionen auf ein Narkosemittel. Aber auch das ist beherrschbar. Möglich sind zudem Halsschmerzen und Heiserkeit für circa 48 Stunden nach der OP. Diese Beschwerden sind eine Folge der Intubation bei der die Rachenschleimhaut leicht gereizt werden kann.

 

Kontraindikationen & Grenzen

In bestimmten Fällen scheidet eine ambulante Vollnarkose beim Zahnarzt aus. Diese sind:

  • Kinder unter 3 Jahren & Körpergewicht < 15 KG (Vollnarkose nur stationär)
  • Body-Mass-Index <39 (Vollnarkose nur stationär)
  • Schwangerschaften
  • Das bestehen bestimmter schwerwiegender Erkrankungen
  • Maligne Hyperthermie


Was ist wichtig? Qualitätsunterschiede?

Grundsätzlich ist jeder Anästhesist in der Lage eine sichere Vollnarkose durchzuführen. Qualitätsunterschiede zeigen sich lediglich darin, wie die Narkose und das Vorgehen vom Patienten empfunden werden, vor allem nach dem Aufwachen. Die Wahl der individuell passenden Narkotika, die richtige Kombination der Wirkstoffe, die Dosierung(en) und die gewählte Art der Vollnarkose sind hier ausschlaggebend. Erfahrene Anästhesisten mit einem eigenen Anästhesisten-Team im Hintergrund bieten hier in der Regel einen Vorteil.

Viel wichtiger ist allerdings eine gute OP-Planung des behandelnden Zahnarztes. Denn das Ziel einer Vollnarkose sollte immer sein, in möglichst einer einzigen Sitzung alle notwendigen Zahnbehandlungen durchzuführen. Diese sollten auch mit Weitsicht durchdacht sein und einem hohen Behandlungsniveau entsprechen. Das erspart weitere Termine.

 

Alternativen

Alternativen zu einer Vollnarkose in der Zahnmedizin sind Lachgas, die klassische Sedierung oder die intraossäre Anästhesie.

 

Kosten einer Vollnarkose 

Die Kosten für eine Zahnbehandlung unter Vollnarkose werden von den gesetzlichen Krankenkassen nur in bestimmten Fällen übernommen. Grundsätzlich wird eine Kostenübernahme nur bewilligt, wenn eine Allgemeinanästhesie die einzige Möglichkeit ist eine schmerzfreie Behandlung zu ermöglichen, sprich medizinisch notwendig ist. Dies ist in folgenden Situationen der Fall:

  • Angstpatienten, die gemäß ICD-10 F40.2 an einer schweren Zahnarztphobie leiden, und diese Diagnose von einem entsprechenden Facharzt gestellt wurde.
  • Geistig behinderte Patienten, die eine Zahnbehandlung verweigern
  • Menschen mit schweren Bewegungsstörungen
  • Umfangreiche chirurgische Eingriffe, die eine Allgemeinanästhesie zur sicheren Schmerzausschaltung erfordern
  • Kinder unter 12 Jahren, die sich nicht beruhigen lassen
  • Bei Bestehen einer nachweislichen Allergie gegen Lokalanästhetika

Darüber hinaus muss die durchzuführende zahnmedizinische Behandlung zu den Kassenärztlichen Zahnarztleistungen zählen.

Diverse private Krankenversicherer übernehmen die Kosten für eine Vollnarkose ganz oder teilweise, ausschlaggebend ist der individuelle Tarif. Selbiges gilt für Zahnzusatzversicherungen.

Die Höhe der Kosten für eine Vollnarkose selbst ergibt sich aus der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte). Diese gilt bundeseinheitlich und damit auch im Großraum Berlin. Entscheidend sind die Art der Vollnarkose, die Medikation(en), die Dauer und der individuelle Befund. Die Höhe der genauen Kosten kann somit erst im Rahmen des Anästhesie-Vorgesprächs genau bestimmt werden.

Bei uns im MVZ Zahnärzte Nauen GmbH ist eine Vollnarkose ab € 360,- für die erste Stunde erhältlich, jede weitere Stunde ab € 280,-. Der Aufschlag für TIVA-Narkosen beginnt bei uns ab € 150,-.

 

Vorteile des MVZ Zahnärzte Nauen GmbH im Raum Berlin

Unser MVZ Zahnärzte Nauen GmbH in Nauen bei Berlin ist seit über 30 Jahren auf Zahnarzt-Behandlungen unter Vollnarkose spezialisiert. Uns zeichnet aus:

  • Warme, angenehme Atmosphäre
  • >30 Jahre Erfahrung
  • Eigenes Anästhesisten-Team im Haus
  • Inhalationsnarkosen, balancierte Vollnarkosen & TIVAs
  • Intubationen per Larynxmaske und/oder Nasenzugang
  • Verbindliche Kostenvoranschläge
  • Kostenlose Vollnarkosen für geistig behinderte Patienten (per Intubationsnarkose)
  • Stationäre Vollnarkose in Kliniken in Potsdam oder Neuruppin, für Kinder < 3 Jahren/ <15 KG oder Patienten mit einem BMI < 39.
  • Umfangreiche & fundierte OP-Planungen mit dem Ziel möglichst nur eine Behandlung unter Vollnarkose durchzuführen (mit einem möglichst lange anhaltenden Ergebnis)
  • Zahnärzte-Team mit verschieden Schwerpunkten für eine optimale Behandlungsqualität
  • Vollnarkosen ab 360,- €
  • Alternativen zur Vollnarkose – Sedierung, intraossäre Lokalanästhesie
  • Besondere Erfahrungen mit Angstpatienten

 

Vollnarkose Berlin

 

 

 

 

 

Weiterführende Links:

Externe Links:

 

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